Grafische Mengen- und Kostenermittlung mit California

Montag, 06.05.2024

BIM-Planung im Kostenmanagement gestalten und die aus dem CAD-System abgerufenen Massen und Bauteile automatisch in California zu importieren.

Quelle: G&W Software AG
Bauteil im BIM2AVA-Viewer mit spezifischen Geometriedaten, Werkstoff usw.

Effizienter mit BIM

Energie sparen, Prozesse optimieren und Kosten senken – das möchte die Stuttgarter Engineering Facility Group Ingenieurgesellschaft GmbH (EFG) für ihre Auftraggeber erreichen. Schon 2017 startete das TGA-Büro sein erstes BIM-Projekt. Seit 2019 setzen die Ingenieure auch auf das Erweiterungsmodul BIM2AVA zum Raum- und Gebäudebuch der AVA- und Baukostenmanagementsoftware California.

Bereits vor Jahren stieg das TGA-Büro auf das CAD-System Revit und die 3D-Modellierung um und plant, steuert und dokumentiert die Kostenentwicklung der komplexen Projekte mit der durchgängigen AVA-Software California.

Strategische Entscheidung

Eine strategische Entscheidung war daher, die BIM-Planung auch im Bereich AVA und Kostenmanagement zu gestalten und die aus dem CAD-System abgerufenen Massen und Bauteile automatisch in California mittels des Zusatzmoduls BIM2AVA zu exportieren. Ziel war es, sämtliche Prozesse wirtschaftlicher zu gestalten und zeitintensive Tätigkeiten wie z. B. Massenermittlungen, die Erstellung von Leistungsverzeichnissen mit immer wiederkehrenden Bauteilen zu automatisieren und zu rationalisieren.

Hatte man früher die Leistungsphasen beginnend mit der Kostenschätzung, über die Kostenberechnung bis zu Dokumentation klassisch in der AVA abgebildet, wollte man nun die Massen der zum Teil dreidimensionalen Baukörper per IFC-Schnittstelle in California einlesen. So wird aus dem digitalen Gebäudemodell der CAD im BIM-Prozess das kaufmännische Gebäudemodell. Das automatisch erzeugte Raum- und Gebäudebuch (RGB) von California liefert eine präzise Mengenermittlung für Bauteile und Leistungen und wird bei Änderungen des Modells aktualisiert. Im RGB sind alle im BIM-Modell enthaltenen Bauteile und Räume mit den in der IFC-Datei hinterlegten Eigenschaften abgebildet und logisch gruppiert.

Quelle: G&W Software AG
In California importierte Lüftungsbauteile als Grundlage der Bemusterung

Intelligent gedacht

Zwecks Vereinfachung erstellte EFG eine Mustervorlage im CAD-System. In dieser sind sämtliche Bauteile der Gewerke Lüftung, Heizung, Sanitär wie die unterschiedlichen Typen Rohre, Lüftungskanäle, Lüftungsgeräte, Armaturen etc. in verschiedenen Abschnitten gezeichnet. Diese werden über die IFC-Schnittstelle in California importiert. Somit ist jeder Typ auch einmal im AVA-System als Bauteilvariante angelegt. Daraufhin wurden alle Bauteilvarianten mit Qualitäten, mit Kosten- und LV-Positionen bemustert und als Muster-Raum- und Gebäudebuch für die Gewerke Lüftung, Heizung, Sanitär in den Stammdaten abgelegt.

Intelligente Abfragen in den Bauteilen stellen sicher, dass abhängig von einem Geometrie-Parameter eines Bauteils California automatisch die relevante LV-Position zuweist. Logische Verknüpfungen, wie zum Beispiel „Ist die Kantenlänge eines Kanals größer als 500 mm, nehme die Position x oder ist die Kantenlänge größer als 1.000 mm, nehme die LV-Position Y“, generieren immer den richtigen Leistungstext aus dem Stamm-LV.

Liegt das 3D-Modell der Architekten vor, steigen die TGA-Ingenieure in die Konstruktion ein und setzen ihre Schemata für Lüftung, Heizung, Sanitär etc. im Modell um. In diesem Schritt verwendet EFG die Bauteile, die in der Mustervorlage erstellt und mit Parametern hinterlegt worden sind. Auf Knopfdruck erfolgt der IFC-Export aus Revit und der Import in das neu angelegte Projekt in California. Beim Import überprüft das System, ob die Bauteile vorhanden sind. Wenn ja, ergänzt es diese um die hinterlegten Parameter. Bauteile, die bisher nicht bekannt sind, werden automatisiert als Bauteilvarianten angelegt und sind noch zu bemustern. Voraussetzung für diese Vorgehensweise sind die LV-Texte und die bemusterten Bauteile, damit die Bauteile zu rechtssicheren LV-Texten, wie zum Beispiel zum Standardleistungsbuch, verknüpft werden können.

Wünscht der Bauherr während des Planungsprozesses Änderungen, arbeiten die Planer diese in das CAD-Modell ein. Nach Freigabe des Auftraggebers werden sie wiederum per IFC-Schnittstelle in California transferiert, eine Änderungskorrektur vorgenommen und die Massen aktualisiert.

Hoher Automatisierungsgrad

Mit Unterstützung von G&W hat EFG einen hohen Automatisierungsgrad für Mengen- und Kostenermittlung, Generierung der Leistungsverzeichnisse aus den 3D-Modellen bis hin zum schlussgerechneten Projekt sowie eine hohe Wirtschaftlichkeit erreicht. Auch vereinfacht sich die Aktualisierung aller Daten bei Änderungen der Planung stark, Fehlerquellen werden weitgehend eliminiert. Der Auftraggeber profitiert von der Kostensicherheit, da die Kosten möglichst nicht von der ersten groben Schätzung abweichen sollen.

Quelle: EFG Engineering Facility Group Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart
Aus dem RGB automatisch generierte LV-Lüftungsposition zum Bauteil in Bild [2]

www.gw-software.de und www.efg-gmbh.de

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