Dämmung der Fußbodenheizung

Über ungedämmte Kellerdecken und Bodenplatten gegen das Erdreich entstehen große Energieverluste, daher ist es notwendig eine erhöhte Dämmung der Fußbodenheizung zu berücksichtigen. Für Flächenheizungen werden in der EnEV folgende Mindest-Wärmedurchlasswiderstände der Dämmschichten unter den Leitungen des Fußbodenheiz- oder Kühlsystems vorgeschrieben:

  • Darunter befindlicher oder benachbarter beheizter Raum - Rλ ≥ 0,75 m2•K/W
  • Darunter befindlicher unbeheizter Raum oder an Erdreich grenzend - Rλ ≥ 1,25 m2•K/W
  • Raum darunter an Außenluft grenzend - Rλ ≥ 2 m2•K/W

Mitunter kann es auch erforderlich werden, einen Teil der Dämmung der Fußbodenheizung unterhalb der Decken- bzw. Bodenplatten anzubringen. Oft können trittschalldämmende Materialien gleichzeitig auch als Wärmedämmung verwendet werden – umgekehrt aber haben nicht alle Wärmedämmstoffe auch eine trittschalldämmende Wirkung. Gerade bei dicken Dämmstoffschichten wird oft eine Kombination von Wärmedämm- und Trittschallplatten empfohlen.

Quellen: Pistohl, Wolfram (2007): Handbuch der Gebäudetechnik: Planungsgrundlagen und Beispiele, Band 2: Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Energiesparen. Köln: Werner Verlag.

Bohne, Dirk: Stuttgart (2014, 10. Auflage): Technischer Ausbau von Gebäuden, Springer Vieweg – Kohlhammer Verlag

Verlegeplatten mit Wärmedämmung für die Fußbodenheizung
Quelle: ROTEX Heating Systems GmbH
ROTEX System- und Tackerplatten für die Fußbodenheizung bieten eine Wärmedämmung und haben gute Trittschalldämmeigenschaften.

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Mittwoch, 29.03.2017