Rohrinnensanierung

Bei einer Rohrinnensanierung handelt es sich um Sanierungsverfahren für Installationsleitungen. Die Rohre werden von innen gereinigt und mit einem Epoxidharz beschichtet.

Eine Rohrinnensanierung mit Epoxidharz oder per Keramik-Komposit-Verfahren ist eine seit langem bewährte Methode, solange sie bei Abwasser-, Betriebswasser- und Heizungsrohrleitungen erfolgt. Fachgerecht vorgenommen entspricht sie dem Stand der Technik und kann den Aufwand einer Rohrneuverlegung vermeiden.

Bei Trinkwasserleitungen sieht dies jedoch anders aus. So hat unter anderem das Oberlandesgericht Karlsruhe im März 2016 entschieden, dass eine Rohrinnensanierung mit Epoxidharz in Trinkwasserleitungen nicht den Regeln der Technik entspricht. Begründet wurde dies bereits von den Berliner Wasserbetrieben in der Stellungnahme ihrer Laborabteilung vom 13. Januar 1999. Darin heißt es: Bei einer unzureichenden Aushärtung oder ungleichmäßigen Beschichtung besteht die Möglichkeit, dass in höherem Maße Inhaltsstoffe wie Bisphenol A oder aromatische Amine (Härterkomponente) freigesetzt werden können. Eine mögliche Gefährdung der Nutzer sei nicht ausgeschlossen.

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Montag, 19.12.2016