Gebäudeleittechnik-Software

Die Gebäudeleittechnik (GLT)-Software visualisiert technische Abläufe und Ist-Zustände in Gebäuden. Sie sammelt Daten der Regler oder DDC-Unterstationen (direct digital control) im Gebäude über einen Feldbus ein (Feldebene) und bildet die Daten in einer dem Nutzer verständlichen Art und Weise graphisch ab. Die Gebäudeleittechnik dient als Nutzerinterface zur Gebäudeautomationstechnik (Managementebene).

Der Einsatz von Gebäudeleittechnik-Software ist aber nicht auf das Management einzelner Gebäude beschränkt. Je nach Hersteller sind die Systeme auch in der Lage über Modem oder Internetprotokoll angebundene Anlagen zu überwachen und zu steuern.

Für die Langzeitbeobachtung der Anlagenfahrweise bietet eine Gebäudeleittechnik meist eine Anbindung an eine Datenbank mit einer Langzeitarchivierung der Daten an. Mit häufig zusätzlichen Visualisierungsprogrammen können Lastgänge oder Temperaturverläufe zu Berichten zusammengefasst und analysiert werden. Normalerweise ergibt diese Darstellung in der GLT überhaupt erst die Möglichkeit, kompliziertere technische Anlagen und regelungstechnische Prozesse zu überwachen und optimiert angepasst betreiben zu können. Gerade durch die einfache Darstellung, etwa der Absenktemperaturen nachts und außerhalb der Nutzungszeiten, ist eine effektive und genaue Analyse auch für weniger fachlich geschultes Personal in kleineren Organisationen möglich. Ziel der Vorgehensweise ist die Minimierung der Betriebskosten. Damit ist die Gebäudeleittechnik ein fester Bestandteil des modernen technischen Facilitymanagements.

Quellen:

Gröger, Achim; Renningen 2004: Energiemanagement mit Gebäudeautomationssystemen, Einführungen Grundlagen Beispiele.

Merz,Hermann u.a, München 2007: Gebäudeautomation: Kommunikationssysteme mit EIB/KNX, LON und BACnet.

Baedeker, H.; Meyer-Renschhausen, M., Aachen 2006: Energiemanagement für kleinere und mittlere Kommunen, Ökonomische Grundlagen, Analyse des Vorgehens, Leitfaden für die Praxis.

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Donnerstag, 22.09.2016