Würth mit erstem "Cradle to Cradle"-zertifizierten Montageschienenprogramm

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG erhielt die offizielle "Cradle to Cradle"-Zertifizierung für das "VARIFIX" System. Das bietet Würth den Einstieg in das Zeitalter ressourcenschonenden Bauens und die Möglichkeit, hohe Standards für Ökoeffektivität erzielen zu können.

Das Verwaltungsgebäude von Würth in Künzelsau von außen.
Quelle: Philipp Schönborn

Das "Varifix"-System mit 335 Einzelartikeln, bestehend aus Montageschiene, Konsolen, Rohrschellen und dazugehörigen Montagekomponenten, gehört zu den Gebrauchsprodukten. Es ist so konzipiert, dass es flexibel demontierbar ist, nach seiner Nutzung in sortenreine Ausgangsstoffe zerlegt und für eine neue Nutzungsphase wiederaufbereitet wird. Alle Inhaltsstoffe sind chemisch unbedenklich und kreislauffähig. Die stoffliche Güte bleibt dabei erhalten – ohne einen Qualitätsverlust durch Downcycling. Abfall im herkömmlichen Sinne gibt es demnach nicht mehr, nur wiedernutzbare Bau- und Rohstoffe.

Die Zertifizierung des "Varifix"-Systems erfolgte in Zusammenarbeit mit der EPEA Internationalen Umweltforschung GmbH sowie dem Planungs- und Beratungsbüro Drees & Sommer. Gemeinsam setzen sie sich für eine Etablierung und Verbreitung von "Cradle to Cradle" in der Immobilienbranche und Bauwirtschaft ein. Bewertet wurden die gesundheitlichen Eigenschaften des eingesetzten Materials nach human- und ökotoxikologischen Gesichtspunkten, seine Verwertbarkeit im technischen Kreislauf, das Energie- und Wassermanagement bei der Produktion sowie die sozialen Standards am Produktionsort.

Für Würth ist dies ein grundlegend neuer Ansatz im Produktdesign, um die Qualität von Gebäuden zu verbessern, deren Wert in zunehmendem Maße vom Grad ihrer Wiederverwertbarkeit und Materialgesundheit abhängt.

Weiterführende Informationen: https://www.wuerth.de

Donnerstag, 04.05.2017