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Vielfältige Ansprüche an die digitale Gebäudeautomation

Intelligente Verschattung nach Shadow Schedule

Darüber hinaus steht in den Smart Spaces auch eine Smart Shading-Funktion zur Verfügung. Diese intelligente Verschattungskorrektur prüft, ob ein Fenster oder eine Gruppe von Fenstern, die zum Beispiel einem Raum zugeordnet sind, temporär durch umliegende Bebauung oder eigene Gebäudeteile verschattet werden. Ist dies der Fall, wird der Positionierbefehl der Sonnenschutzfunktion durch eine festgelegte Parkposition ersetzt, die eine bessere Tageslichtversorgung ermöglicht. Diese Funktion benötigt umfangreiche Parametereinstellungen der umliegenden Schattenquellen. Dies ist notwendig, um aus der Sonnenposition ermitteln zu können, ob eine Abschattung des jeweiligen Fensters vorliegt oder nicht. Die Berechnung muss für den geografischen Standort der Liegenschaft über das gesamte Jahr im 15 min-Raster erfolgen.

Die Grafik zeigt die Funktionsweise des Smart Shadings an einem Gebäude.
Quelle: Sauter
Auf der IoT-Demo-Etage steht auch die Funktion Smart Shading zur Verfügung. Diese intelligente Verschattungskorrektur prüft, ob ein Fenster oder eine Gruppe von Fenstern, die zum Beispiel einem Raum zugeordnet sind, temporär durch umliegende Bebauung oder eigene Gebäudeteile verschattet werden.

Diese orts- und zeitaufgelösten Parameter werden anschließend als Shadow Schedule an die autarken "SAUTER ecos504/505"-Raumcontroller übertragen. Dort kommt der "SAUTER Shadow Correction"-Baustein zum Einsatz, der diese Parameter auswertet und so den Schattenstatus (verschattet/nicht verschattet) für die eigenen Raumsegmente beziehungsweise Jalousien erhält. Dieser Schattenstatus wird zur Übersteuerung der übrigen Automatikfunktionen des Sonnenschutzes verwendet. Die Jalousien der Räume können hierbei direkt auf die "SAUTER ecoLink"-Module oder alternativ über eine geeignete Buskommunikation wie KNX oder SMI auf die Sauter-Raumcontroller aufgeschaltet werden.

App-Lösungen erhöhen Komfort für Mitarbeiter und Besucher

Um den Besuch des Freiburger Unternehmenssitzes und der Smart Spaces besonders bequem zu gestalten, stellt Sauter zudem gleich mehrere App-Lösungen zur Verfügung. Die Sauter Mobile Building Map-App verbindet eine klassische Navigation mittels GPS für den Außenbereich mit Beacons-Technologie für den Innenbereich. Mit Hilfe dieser Technik ist es möglich, eine große Anzahl von Points of Interest (POI) im Sauter-Firmengebäude digital nutzbar zu machen und mit Location Based Services zu verknüpfen.

"Pläne mit aktiven POI ermöglichen einen ersten Überblick über das Gebäude. Besucher, die sich im Gebäude nicht auskennen, können sich aber auch komfortabel zu einem ausgewählten POI, beispielsweise zum Schulungs- oder Besprechungsraum und in die Kantine navigieren lassen", so Ottilinger.

Daneben präsentiert Sauter noch eine App-Lösung für die mobile Zutrittskontrolle. Hierüber können Besucher der Sauter Smart Spaces beispielsweise temporär für die Zeit ihres Besuches einen individuellen, digitalen Schlüssel zum Öffnen von Türen oder zur Fahrstuhlbedienung erhalten. Diese standortbezogenen Dienste können analog auch für andere Gebäude eingerichtet werden. So ist die dritte App-Lösung Sauter Mobile Building Services beispielsweise bereits im One Forty West-Hybridhochhaus in Frankfurt im Einsatz. Nutzer (Mieter oder Hotelgäste) können über diese App temporäre, individuelle und standortunabhängige Zugriffsrechte zur Bedienung der Raumkonditionen in ihrem Appartement oder Hotelzimmer zugewiesen bekommen, aber beispielsweise auch bequem Tickets an das Facility Management verschicken.

Eine Hand hält ein Smartphone mit geöffneter Mobile Building Map-App.
Quelle: Sauter
Um den Besuch des Freiburger Unternehmenssitzes und der Demo-Etage besonders bequem zu gestalten, stellt Sauter zudem eine Mobile Building Map-App zur Indoor-Navigation zur Verfügung.

Mit diesem System und der Smart Spaces will Sauter nicht nur die Möglichkeiten eines modernen, smarten Gebäudes aufzeigen. "Gleichzeitig ist uns sehr wichtig, dass wir hier ein Baukastensystem präsentieren können, aus dem sich der Kunde genau das aussuchen kann, was er benötigt", so Ottilinger. "Ein Kunde mit einem überschaubaren Gebäude benötigt nicht unbedingt eine Indoor-Navigation. Anders sieht es hier aber beispielsweise an einem großen Flughafen aus. Wichtig ist nicht, ein Gebäude maximal zu digitalisieren, sondern gezielt an den Stellen anzusetzen, wo ein hoher Nutzerkomfort erzielt werden kann."

Weiterführende Informationen: https://www.sauter-cumulus.de/

Montag, 22.06.2020