Sonderforschungsbereich zu ressourcenschonenden Bauen

Ein neu gegründeter Sonderforschungsbereich der Universität Stuttgart (SFB 1244) befasst sich mit dem nachhaltigen und ressourcensparenden Bauen von morgen.

"Es entstehen völlig neue Gebäudetypen – und die Forschung betritt in vielen Bereichen absolutes Neuland", so der renommierte Architekt und Ingenieur Werner Sobek, der kürzlich zum Sprecher des von ihm initiierten Sonderforschungsbereichs bestimmt wurde.

Das Ziel: Auf Basis der erarbeiteten Grundlagen soll der Ressourcenverbrauch im Bauwesen bereits in wenigen Jahren schrittweise signifikant reduziert werden.

Mehr bauen – mit weniger Ressourcen: Werner Sobek steht mit seiner international ausgerichteten Firmengruppe und als Leiter des Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart für ressourcenschonendes Bauen. Er hat das "Triple-Zero"-Konzept entwickelt, eine prägnante Beschreibung der Eigenschaften, die nachhaltige Gebäude erfüllen müssen.

Als Sprecher des von ihm initiierten Sonderforschungsbereichs der Universität Stuttgart geht er davon aus, dass der Ressourcenverbrauch im Bauwesen bereits in wenigen Jahren signifikant reduziert werden kann – vor allem im Hochhaus- und Brückenbau. Im Zentrum der Forschung stehen anpassungsfähige Systeme, die mit ihren Bewohnern und ihrer Umwelt gezielt "interagieren". Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem ressourcenschonenden Bauen ist die Gründung des Sonderforschungsbereichs der Universität Stuttgart, der von sechs Fakultäten und 15 Instituten getragen wird. Die interdisziplinären Forschungsarbeiten sind auf rund 12 Jahre angelegt.

Das Ziel: Auf Basis der erarbeiteten Grundlagen soll der Ressourcenverbrauch im Bauwesen bereits in wenigen Jahren schrittweise signifikant reduziert werden.

Das Bauen von Morgen

Das Bauen von Morgen ist dynamisch: es passt sich den Bewohnern und Anforderungen an. "Die gebaute Umwelt von Morgen wird sich mit ihren interaktiven Räumen und anpassungsfähigen Hüllen erheblich von der heutigen starren und passiven Bauweise unterscheiden", lautet eine der zentralen Aussagen von Werner Sobek.

Das Aktivhaus B10 in Stuttgart von außen.
Quelle: Werner Sobek
Das von Werner Sobek entwickelte Aktivhauskonzept ist ein Beispiel dafür, wie sich Adaptivität in die gebaute Umwelt integrieren lässt.

Als Prototyp für das Bauen von Morgen gilt das von Werner Sobek entworfene Aktivhaus B10, das im Jahr 2014 unter großem internationalen Aufsehen auf dem Stuttgarter Killesberg auf dem Gelände der Weißenhofsiedlung eröffnet wurde und als das Erste seiner Art gilt – bis heute dient das in jeder Hinsicht zukunftsorientierte Gebäude als "Innovation Lab" und gibt der Öffentlichkeit Impulse für das energieautarke, nachhaltige und mit E-Mobilität vernetzte Wohnen der Zukunft.

Weiterführende Informationen: http://www.uni-stuttgart.de/ilek