Software unterstützt TGA-Ingenieure über den gesamten Planungsprozess hinweg

Die öffentlichen Auftraggeber erhalten ein Vorab-Exemplar der erstellten Leistungsverzeichnisse. Sind Änderungen gewünscht, arbeitet das Ingenieurbüro diese ein und sendet das aktualisierte LV den Bauherren per GAEB-Datei erneut zu. Diese veröffentlichen das LV in den meisten Fällen auf Vergabeplattformen. Je nach Beauftragungsumfang werden von dem Ingenieurbüro nach Erhalt die Daten in die AVA-Software eingegeben, nach fachlicher und wirtschaftlicher Prüfung der Angebote der Preisspiegel erstellt und dem Auftraggeber ein Vergabevorschlag inklusive Auflistung aller Vor- und Nachteile unterbreitet. Für private Bauherren schreibt die Ingenieurgemeinschaft selbst aus und überprüft anschließend die Angebote. Die Vergabe erfolgt in den meisten Fällen durch den Auftraggeber selbst.

Das Land- und Amtsgericht in Ansbach.
Quelle: Dess+Falk
Die durchgängige Baukosten- und AVA- Software kam auch bei der Sanierung des Land- und Amtsgerichtes in Ansbach zum Einsatz.

Detaillierte und transparente Kostendokumentation

Während der Ausführungsphase geben die TGA-Spezialisten die Aufmaße, die sie sich elektronisch von den ausführenden Firmen zuschicken lassen, genauso wie anfallende Nachträge und Abschlagszahlungen ins Programm ein. Der Bauherr erhält in regelmäßigen Abständen eine Übersicht über den aktuellen Leistungs- und Kostenstand inklusive der prognostizierten Ausgaben. Denn Auftraggeber wünschen sich bei Projekten stets eine Hochrechnung der Kosten. "Bei großen Bauvorhaben lassen wir dem Auftraggeber wöchentlich eine aktualisierte Kostenfortschreibung zukommen, damit dieser über die Kostenentwicklung informiert ist", meint Projektleiter Blank.

In ca. 10 Prozent der Projekte kommt das Modul "Kosten- und Mengensplitting" zum Einsatz. Hiermit können die Planer nachprüfbar die Kosten auf Kostenträger oder nach anderen Aspekten wie zum Beispiel "förderfähig oder nicht" aufteilen. Ebenso ist eine prozentuale Aufteilung von Kostenblöcken nach den Gewerken Heizung, Lüftung, Kälte und Elektro möglich. Möchte zum Beispiel ein Auftraggeber ein Objekt, das einen Altbau sowie einen Neubau umfasst, kombiniert ausschreiben und die Massen sowie die Kosten entsprechend auf den Neurespektive Altbau verteilen, so ist das mit dem Modul problemlos möglich. Das Modul bietet auf diese Weise eine übersichtliche und transparente Darstellung der Kosten nach den unterschiedlichsten Kriterien, die vom Informationsbedarf der Auftraggeber abhängen.

Mit der AVA-Software hat die Ingenieurgesellschaft immer den Durchblick bei den Kosten der ca. 30 bis 40 gleichzeitig stattfindenden Projekte, deren Laufzeit bis zu drei Jahre betragen kann. Einen großen Vorteil sieht Projektleiter Blank darin, dass mit dem Programm Rechenfehler vermieden werden. Denn als früher ein Großteil der Kostenschätzung und Berechnungen mit Excel erfolgte, konnte es vorkommen, dass bei Übertragungen Rechenfehler auftraten.

Porträt von Christoph Blank.
Quelle: Dess+Falk
"Wir dokumentieren mit der Software alle Änderungen mit ihren Auswirkungen auf die Kosten, sodass der Bauherr immer über den aktuellen Stand der Kostenentwicklung informiert ist", so Christoph Blank, Projektleiter bei der Ingenieurgesellschaft Dess+Falk.

Auch die Durchgängigkeit und umfangreiche Funktionalität sowie die Stabilität des Programms schätzt Blank sehr. Zum Service befragt, erläutert er: "Mit Hilfe von Doris Diebel von unserem Händler BSS BauSoftwareSysteme, dem G&W-Stützpunkthändler für Nordbayern, haben wir eine zuverlässige und kompetente Ansprechpartnerin, die uns selbst bei schwierigen Fragestellungen immer weiterhelfen kann."

Mittwoch, 02.09.2020