EEBUS-Spezifikationen für Elektroautos zum freien Download erhältlich

Die EEBUS Spezifikationen für die E-Auto Ladetechnik stehen ab sofort allen Herstellern frei zur Verfügung.

Weißes Symbol für ein Elektroauto auf Steine gemalt.
Quelle: Markus Distelrath / https://pixabay.com

Das EEBUS Kommunikationsprotokoll SPINE (Version 1.1.1) und die detaillierten Beschreibungen aller definierten Anwendungsfällen stehen auf der EEBUS-Webseite zum Abruf zur Verfügung. "Eine einfache Registrierung genügt, wir schaffen damit Fakten und ermöglichen jedermann, die EEBUS Kommunikation in seinen Produkten einzusetzen" sagt EEBUS Vorstand Peter Kellendonk.

Mit den im EEBUS-Standard definierten Anwendungsfällen können sich E-Autos und Ladesäulen mit einem Energiemanagement-System über Herstellergrenzen hinweg vernetzen. Alle beteiligten Hersteller bereiten ihre Produkte damit frühzeitig für die Netzintegration der Elektromobilität vor und helfen, den Bedarf an Netzausbau zu minimieren.

"Die Veröffentlichung der standardisierten EEBUS Spezifikationen, auf die bereits mehrere Branchen ihre Lösungen aufbauen, wird ihre internationale Akzeptanz fördern," sagt Peter van Praet, der CCO von EVBox, einem der weltweit führenden Hersteller für Ladeinfrastruktur. Er bekräftigt: "Wir bekennen uns zu EEBUS als Brücke von unserer Ladeinfrastruktur zum Smart Home und Smart Building."

Die EEBUS Kommunikation und ihre Anwendungen in der Elektromobilität, der Heizungs- und Elektrotechnik erfahren bereits heute eine breite Unterstützung. Neben führenden Herstellern setzen auch die großen Branchenverbände VDA, VdiK, VDE und BDH auf EEBUS, um die energierelevanten Produkte ihrer Branchen intelligent in dezentrale Energieerzeugungsanlagen und das Smart Grid zu integrieren. Damit hat sich EEBUS zur führenden Lösung für vernetztes Energiemanagement entwickelt.

Einheitliche Vernetzung privater und öffentlicher Ladeinfrastrukturen

Um das Energiemanagement in der E-Mobilität weiter zu harmonisieren, arbeitet die EEBUS Initiative seit Anfang 2019 mit der Open Charge Alliance (OCA) zusammen. Während EEBUS die Vernetzung energierelevanter Systeme in Gebäuden standardisiert, hat die OCA mit OCPP den führenden Standard entwickelt, um öffentliche Ladesäulen und deren Managementsysteme zu vernetzen.

Die beiden Organisationen tauschen ihre Anwendungsfälle aus und harmonisieren die Schnittstellen zwischen ihren Kommunikationsprotokollen. Ziel der Kooperation ist es, Ladesäulen in Haushalten, in gewerblichen Parkgaragen und im öffentlichen Raum mit einheitlichen Techniken in das Stromnetz zu integrieren.

Montag, 29.07.2019