Erste 3D-gedruckte Brücke zeigt Zukunft von Smart Cities

BIM und GIS Hand in Hand: Neue Partnerschaft zwischen Autodesk und Esri ermöglicht wirtschaftlicheres, sozialeres und umweltfreundlicheres Bauen.

Um künftige komplexe Herausforderungen zu meistern, muss die Baubranche verstärkt auf Innovationen setzen: Neue Denkweisen und Technologien wie 3D-Druck, Künstliche Intelligenz (KI), Building Information Modeling (BIM) und Geographic Information Systems (GIS) können konventionelle Fertigungssilos aufbrechen und gleichzeitig zu einer smarten sowie vernetzten Infrastruktur beitragen, um effektiver und nachhaltiger zu produzieren.

Das niederländische Unternehmen MX3D ließ zum Beispiel im 3D-Metalldruckverfahren eine Brücke von zwei Industrierobotern anfertigen, deren ausgefeiltes Design erst kürzlich mit dem Dutch Design Award 2018 ausgezeichnet wurde.

Im 3D-Metalldruckverfahren entwickelte Brücke während des Fertigungsprozesses.
Quelle: Autodesk
Die im 3D-Metalldruckverfahren entwickelte Brücke während des Fertigungsprozesses.

Bei dem Brücken-Projekt von MX3D wurden die zwei selbständig arbeitenden Roboter mit einer komplexen Software kontrolliert. Der Metalldruck erfolgte mit hochentwickelten Schweißgeräten, die das Metall durch Schweißen in praktisch jeder Orientierung schichtweise aufbauen. Auf diese Weise kommt der Druck ohne die bisher traditionellen Stützstrukturen aus.

Um Informationen über den Brückenverkehr, die Stabilität und Festigkeit der Brücke sowie über die umliegende Nachbarschaft und Umgebung zu erhalten, wurde das Bauwerk mit Sensoren ausgestattet. Die gesammelten Daten werden in die Cloud übertragen und dort verarbeitet, visualisiert und ausgewertet. So können alle Beteiligten an Infrastruktur- oder Bauprojekten die Daten weltweit in jeder beliebigen Umgebung verwalten und in anderen Kontexten wiederholt und für verschiedenste Zwecke nutzen.

Die Brücke zeigt, was schon heute mit modernster generativer Design-Software, Robotik und Sensorik möglich ist und wagt einen Ausblick, wie sich die Konstruktionswelt künftig nachhaltig verändern kann.

Kooperation unterstützt Smart City Initiativen

Um eine bessere Interoperabilität zwischen BIM- und GIS-Plattformen und -Software zu ermöglichen und die Errichtung sowie den Betrieb von Gebäuden und Anlagen effizienter zu gestalten, kooperiert Autodesk mit Esri, dem weltweit führenden Anbieter von GIS.

Gemeinsam unterstützen Autodesk und Esri Smart-City-Initiativen und geben AEC-Firmen und Projekteignern die Möglichkeit, im größeren Kontext unter Einbeziehung der weiteren Umgebung zu planen und zu bauen. Das Ziel ist ein direkter und reibungsloser Informationsfluss zwischen BIM und GIS, der wirtschaftlichere, sozialere und umweltfreundlichere Planungs- und Entwurfspraktiken fördert und so zu einer nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Infrastruktur beitragen kann.

Weiterführende Informationen: https://www.autodesk.de

Montag, 18.03.2019