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Brandschutztechnische Ertüchtigung von Feuerlösch- und Sprinklerleitungen

Der Erweiterungsbau des Krankenhauses St. Joseph-Stift in Dresden ist mit Lösungen von Rockwool brandschutztechnisch optimal aufgestellt.

Im Brandfall spielen sie eine wichtige Rolle für den Schutz von Menschen im Inneren eines Gebäudes: Sprinkler- und Feuerlöschanlagen. Damit diese auch in Extremsituationen zuverlässig und effizient ihren Dienst tun, regelt die DIN 14462:2012-09 detailgenau Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Feuerlöschleitungen. Davon, dass die brandschutztechnischen Forderungen der DIN besonders sicher und einfach durch Systemlösungen einzuhalten sind, ist Paul Giele von der Giele GmbH überzeugt.

Notausgangsschilder
Quelle: Josh Sorenson / https://www.pexels.com/
Gemäß DIN 14462:2012-09 müssen Feuerlöschleitungen im Allgemeinen nichtbrennbar sein.

Im neuen Erweiterungsbau des Krankenhauses St. Joseph-Stift in Dresden waren er und sein Team zuständig für die Installation von Rohrleitungsanlagen im Bereich Heizung und Sanitär sowie für den Einbau der Feuerlöschleitungen, für die Dämmung der haustechnischen Anlagen, diverse Brandschutzmaßnahmen und die Bekleidung von Feuerlöschleitungen.

Der
Quelle: Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG
Im April 2018 wurde der "Teilersatzbau Geriatrie – Westflügel" des Krankenhauses St. Joseph-Stift in Dresden in Betrieb genommen, der unter anderem eine Akutgeriatrie sowie eine moderne klinikübergreifende Zentralambulanz beherbergt.

"In Summe haben wir rund 6.200 Leitungsmeter mit nichtbrennbarer Steinwolle bekleidet. Dabei haben wir auf bewährte Rohrschalen für die Wärmedämmung, die 'ROCKWOOL 800' und auf 'Conlit' Brandschutzsysteme zurückgegriffen. Die sonst recht zeitaufwändige Bekleidung von Rohrbögen und Rohrkupplungselementen der Sprinklerleitungen haben wir erstmalig mit dem 'Conlit' System erstellt. Dank der vorgefertigten Formteile, die zum 'Conlit' System gehören, haben wir sehr zeitsparend gearbeitet", resümiert Bauleiter Paul Giele.

Anforderungen an den Brandschutz

Gemäß DIN 14462:2012-09 müssen Feuerlöschleitungen im Allgemeinen nichtbrennbar sein. Trockene Löschwasserleitungen, die durch Abschnitte oder Räume geführt werden, die nicht durch automatische Löschanlagen geschützt sind und in denen sich Brandlasten befinden, müssen darüber hinaus feuerbeständig in F 90 bekleidet werden.

Hierzu sagt die DIN: "Müssen Löschwasserleitungen 'trocken' durch Abschnitte oder Räume geführt werden, in denen sich Brandlasten befinden, sind diese Leitungen feuerbeständig zu umkleiden. Dies ist nicht erforderlich bei Räumen, die durch automatische Löschanlagen geschützt sind."

Daneben fordert die Richtlinie für Sprinkleranlagen VdS CEA 4001:2014-04 unter Punkt 15.1.8, dass Sprinklerleitungen, die durch Gebäude und Räume geführt werden, in denen keine Sprinkler vorhanden sind, einschließlich ihrer Halterung mindestens feuerbeständig (F 90) ausgeführt werden müssen. Auch hier sind also Dämmprofis wie Paul Giele gefragt.

F 90 mit "Conlit"

Dass sein Team alle anstehenden Dämm- und Brandschutzaufgaben mit ähnlich oder sogar gleich zu verarbeitenden Systemen realisieren konnte, bestärkte den Spezialisten in seiner Entscheidung für den Lieferanten Rockwool: "Ausschreibungsgrundlage für die Dämmung des haustechnischen Rohrleitungsnetzes im Gebäude war die Rohrschale 'ROCKWOOL 800' aus nichtbrennbarer Steinwolle. Neben den Verarbeitungsvorteilen hat deren Einsatz gleich zwei Vorteile: Die Dämmschalen sind nicht brennbar und lassen sich so auch in sensiblen Bereichen wie z.B. in Rettungswegen ohne zusätzliche Brandschutzmaßnahmen einsetzen. Darüber hinaus bietet Rockwool eine optimal darauf abgestimmte 'Conlit' Systemlösung speziell für die Abschottung von Leitungsanlagen in feuerwiderstandsfähigen Wänden und Decken an. Wir konnten also verschiedene Dämm- und Brandschutzkomponenten des von uns bevorzugten Herstellers nutzen, dessen Systeme wir seit Jahren kennen und der uns bei der Planung des Installationsablaufes und der Materialmengenbestimmung unterstützt hat. Gegenüber unserem Auftraggeber konnten wir so als vielseitiger Partner auftreten, der in einem Arbeitsgang Installation, Wärme- und Brandschutz ausführen kann."

Quelle: Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG
Die "Conlit" Systemlösung hat Rockwool speziell für die Bekleidung von Sprinkler- und Feuerlöschleitungen entwickelt.

Die vorkonfektionierten 'Conlit' Dämmkomponenten für Sprinkler- und Feuerlöschleitungen passen sich exakt den Geometrien der gängigsten Rohrdimensionen an, so Giele. "Deshalb konnten wir die Bekleidung der Leitungen schnell, platzsparend und wirtschaftlich ausführen."

Das von ihm und seinen Mitarbeitern eingesetzte System besteht aus mehreren, aufeinander abgestimmten Komponenten. Die Rohrschalen "Conlit PS 150 Sprinkler Section" dienen der Bekleidung von Rohrleitungen, das "Conlit PS 150 Sprinkler Cap" ist ein Formteil speziell zur Bekleidung von Rohrkupplungen. Der "Conlit PS 150 Sprinkler Bogen" dient als Formteil der Ertüchtigung von Rohrbögen. Die Stoßstellen zwischen der Dämmung auf den Rohrleitungen und den Formteilen auf Bögen und Kupplungen werden mit dem Aluminiumklebeband "ROCKWOOL Alufix" verklebt, die Dämmstofffugen mit dem Brandschutzkleber "Conlit Fix".

Ein Handwerker arbeitet an Rohren an einer Decke.
Quelle: Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG
Auch Stoßfugen zu den benachbarten Rohrschalen werden zunächst mit "Conlit Fix" verklebt, dann mit dem "ROCKWOOL Alufix" Klebeband optisch ansprechend verschlossen

Mittwoch, 12.12.2018